Wir kennen das alle. Wir wollen einem lieben Menschen eine Glückwunschkarte schreiben. Dann ist da diese weiße Fläche. Manche von uns kauen am Stift oder schauen aus dem Fenster. Denn der Anfang ist immer das Schwierigste. Wieder andere prompten. Aber es bleibt immer die Frage, was schreibe ich auf die Karte und wie gehe ich am Besten vor? Hier ein paar Tipps von Andi Goral von der Kartenmeisterei.
Texte vorschreiben oder prompten
Wenn Du lange nicht mehr mit der Hand geschrieben hast, weil Du in Deinem Alltag eher tippst, dann findest Du hier gute Tipps.
• Überlege Dir zunächst Themen, Emotionen über die Du schreiben willst.
• Schreibe den Text zunächst auf dem Rechner. Das bist Du gewohnt und kannst ihn jederzeit korrigieren oder umstrukturieren. Zudem kannst Du eine Rechtschreibprüfung nutzen oder den Text mit Künstlicher Intelligenz (KI) verbessern lassen.
• Nutze KI um den Text vorformulieren zu lassen. Aber um gut zu prompten musst Du eine Vorstellung zu den Inhalten besitzen.
Deine Handschrift
Wenn Du mit Deinem Text zufrieden bist, dann geht es jetzt darum, ihn handschriftlich zu schreiben. Denn eine Karte wirkt immer emotionaler, wenn Du mit Deiner Handschrift schreibst. Das mit der „Sauklaue“ stimmt in diesem Fall nicht. Wenn Du Dir ein wenig Mühe gibst klappt das. Gehe strukturiert vor.
• Schreibe Deinen Text einmal auf einem Schmierpapier ab, das die gleiche Größe hat, wie Deine Karte. Das hilft Dir zu prüfen, wie lange Deine Zeilen werden und den Text auf die Karte zu bekommen. Zudem wird Deine Hand lockerer und Du nimmst Dir den Druck, jetzt alles richtig machen zu müssen.
• Wenn Du den Text passend als Entwurf geschrieben hast, dann wirst Du wesentlich entspannter Deine Karte schreiben. Sie wird leserlich und ist gut gestaltet. Wichtig ist: Du hast sie mit Deiner Handschrift geschrieben. Der Mensch, der die Karte erhält, merkt dadurch wie sehr Du ihn wertschätzt.
• Wenn Du älteren Menschen schreibst denke daran etwas größer zu schreiben, da sie oft nicht mehr so gut sehen.
Schreibe persönliche und emotionale Texte. Verzichte auf Floskeln und bekannte Zitate.
Der Inhalt
Egal ob Du frei formulierst oder promptest, es kommt auf eine persönliche Ansprache an. Drücke Deine Gefühle aus. Hier liegt der Schlüssel zu den Inhalten. Denn jedes Thema löst bei Dir und anderen Menschen Gefühle aus: Die Geburt eines Kindes, die Hochzeit, der Geburtstag, das bestandene Abitur oder die Kommunion dürften positive Gefühle auslösen. Entsprechen euphorisch können Texte gestaltet werden. Krankheit oder Tod sind traurige Anlässe. Hier ist es nötig, Gefühle sensibel vorzutragen.
Lass Floskeln oder Zitate weg in wirklich persönlichen Briefen in der Familie oder unter Freunden. Das ist eher etwas für geschäftliche Anlässe.
In meinem nächsten Inspirations-Artikel erkläre ich Dir im Detail, wie Du Glückwunschkarten schreibst. Diesen findest Du hier.
